LCD und TFT Monitor – Wo ist der Unterschied?

LCD Monitor

Ein TFT Monitor hat ein Thin Film Transistor Display, also eine Anzeige, die durch einen Dünnschichttransistor (TFT) angesteuert wird. Diese Steuerungsart wurde bis etwa zum Jahr 2010 fast nur für LCD Displays verwendet. LCDs sind Flüssigkristalle, die sich durch die TFT-Ansteuerung auf eine bestimmte Weise ausrichten und damit ein Bild erzeugen.

Es gibt daher keinen technischen Gegensatz zwischen diesen beiden Begriffen: TFT ist die Ansteuerung, LCD der Einsatz der Flüssigkristalle zur Darstellung. Hierfür gibt es auch andere Möglichkeiten, zum Beispiel LEDs oder in früheren Zeiten die Fernsehröhre. Inzwischen steuern TFTs aber auch organische Leuchtdioden an (AMOLEDs = Active Matrix Organic-Light Emitting Diodes). Ein Hersteller könnte sich daher der Klassifizierung als “TFT-Bildschirm” bedienen, um für sein Marketing die modernere Bauform herauszustellen.

Klärung der Begrifflichkeiten TFT, LCD, LED

TFT bedeutet wie beschrieben die Steuerung per Dünnschichttransistoren, LCDs sind Displays mit Flüssigkristallen (Liquid Crystal Display), LED-Displays arbeiten auf der Basis der Light-Emitting Diode, was eine prinzipiell andere Technik ist. Es gibt aber auch die Kombination von LCD und LED in einem Bildschirm, dementsprechend kann dieser über eine Transistorsteuerung per TFT verfügen. Prinzipiell können wir davon ausgehen, dass im Jahr 2016 alle LCD-Monitore mit TFT-Technik arbeiten. Als Hintergrundbeleuchtung des Monitors kann LED oder konventionelles Leuchtstoffröhren-Backlight (CCFL) zum Einsatz kommen. Die LED-Variante gilt aber als moderner und ist auf dem Vormarsch. Wie die Begrifflichkeiten nun von den Herstellern verwendet werden, ob sie also einen LCD-, LED- oder TFT-Monitor anpreisen, hat viel mehr mit ihrem Marketing als mit wirklichen technischen Unterschieden zu tun. Wer sich einen TFT-Monitor anschafft, erhält damit LCD-/LED-Technik, LCD-/CCFL-Technik oder AMOLED-Technik.

Welche Vorzüge hat ein TFT Monitor?

Die modernen TFT Monitore sind schlank und schick, sie liefern verzerrungsfreie, strahlungsarme Bilder bei geringem Stromverbrauch. Es gibt sie mit verschiedenen Panels. TN-Displays (Twisted Nematic) sind preiswert, es gibt sie auch als STN (Super Twisted Nematic), DSTN (Double Super-Twisted Nematic) und TSTN (Triple Super-Twisted Nematic). Teurer sind PVA-Panels (Patterned-Vertical-Alignment), sie liefern aber kontrastreichere Bilder. IPS-Panels (In-Plane Switching) verringern die Blickwinkelabhängigkeit. Der Paneltyp sagt viel über die Bildschirmqualität aus, wird aber in den Werbeprospekten kaum erwähnt, weil das den meisten KäuferInnen zu technisch ist. Die Werbung zielt auf Reaktionszeiten sowie Helligkeits- und Kontrastwerte. Hier punktet der LCD/TFT Monitor in der Tat, da er eine hohe Bildschirmauflösung ermöglicht. Wer den Monitor in der nativen Auflösung (die der Hersteller angibt) betreibt, kann auch alle Vorzüge der hohen Auflösung genießen. Diese gehört zu den größten Vorzügen moderner TFT-/LCD-Bildschirme.